Jochen Weinand

Ursprünglich habe ich Philosophie und Theologie in Heidelberg und Bonn studiert, mein eigentliches Interesse galt aber immer Tieren und der Fotografie. Schon als Kind habe ich alles an verfügbaren Informationen über Kameras eifrig gesammelt, das bedeutete damals, in Geschäften Werbeprospekte über neue Kameramodelle zu sammeln, Bücher zu lesen und jede Gelegenheit zu nutzen, um erfahrenen Fotografen Löcher in den Bauch zu fragen. Jede Foto-AG in Schule und Kirche habe ich mitgenommen und dabei viel Erfahrungen in der Dunkelkammer gesammelt. Als Teenager hatte ich dann meine ersten kleinen Fotoaufträge und nach dem Studium wurden die Anfragen immer häufiger, so dass ich seit 2012 hauptberuflich mit der Fotografie zu tun habe - als Fotograf und als Fotodozent. Während ich mich früher eher für die technische Seite interessiert habe, ist seit der Arbeit in der Fotoakademie die künstlerische Fotografie für mich immer wichtiger geworden. Kunst- und Geistesgeschichte gehören nicht nur zusammen, man kann die Kunstgeschichte erst verstehen, wenn man sie als Bildmaterial der Geistesgeschichte liest. Mein geisteswissenschaftliches Studium hat sich daher als Grundlage sehr bewährt. Regelmäßige Besuche der wichtigsten Ausstellungen und die ständige Weiterbildung sind für mich unerlässlich, um die wirklich wichtigen Trends über längere Zeiträume beobachten und für das Studium fruchtbar machen zu können.

Durch den Aufbau der Fotoakademie Bonn arbeite ich mittlerweile weniger als Fotograf und bin seit einigen Jahren Vollzeit in der Fotoakademie beschäftigt. Begonnen haben wir 2011 mit dem ersten Einsteigerseminar, aus dem sich schnell ein ganzer Kurs über mehrere Abende entwickelte. Seit 2012 gab es ein zweigleisiges Angebot mit Basis- und Leistungskurs, das seit 2016 durch einen dritten Kurs (den Fortgeschrittenen-Kurs) ergänzt wurde. Im Sommer 2017 ist zum ersten Mal ein vierjähriges nebenberufliches Studium angelaufen, und es begeistert mich immer wieder zu sehen, wie sich Anfänger in relativ kurzer Zeit erheblich in ihrem Ausdrucksvermögen verbessern können.

Privat liebe ich die Urlaube mit meiner Frau und unseren fünf Kindern (und natürlich unserem Hund), lange Spaziergänge in der Natur, gute Filme und interessiere mich solange ich denken kann für Verhaltensbiologie.

 

(Foto: Tom Freudenstein)